Samstag, 19. April 2014

Frohe Ostern aus dem Nähzimmer!

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...allen Besuchern meines Näh-Blogs wünsche ich ein fröhliches Osterfest!


Die letzen Wochen ist zum einen mein Mantel endlich fertig geworden und hier seht ihr mein Kleid-to-be, das noch im Werden begriffen ist. Saum und Ärmel werden nur durch Stecknadeln fixiert...Saum wird wohl auch noch länger ausfallen, wie gesagt, alles noch im Werden. Aber ich bin heute ein großes Stück weitergekommen.

Der Stoff ist aus Lissabon, die Vorlage mein allerallererster Simplicity-Schnitt und demnächst gibts einen ausführlichen Bericht und Tragebilder ohne Stecknadeln, versprochen!



Dienstag, 1. April 2014

Lissabon war Spitze

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Ein Kurzurlaub in der Hauptstadt Portugals- Lissabon.
Zwei noch nicht so lange zurückliegende Sommerurlaube an der Algarve- atemberaubende Natur und wilder Atlantik- eine sich sofort einstellende große Zuneigung zu einem Land,

da war der Wunsch, auch die Hauptstadt kennenzulernen, bei uns beiden sehr groß.

Wir sind den ganzen Tag bergauf und bergab durch die Stadt gelaufen, haben immer mal wieder ein Päuschen mit leckerem Wein gemacht und uns den Wind um die Nase wehen lassen. Die Zeit ist geflogen...
Natürlich wollte ich auch ein bisschen in Stoffläden stöbern und deshalb hier ein paar Infos:

Ich war auf der Suche nach einer passenden Ansteckblume für meinen Mantel, der leider immer noch nicht fertig ist, da ich nach der ersten Anprobe noch einige Änderungen vornehmen musste.
Schöne Knöpfe und Borten hatte ich bislang keine gefunden, nichts passte bisher so ganz zu meiner Vorstellung.
Ich werde deshalb wahrscheinlich selbst Knöpfe mit Stoff beziehen und nur die Blüte soll dem Mantel die besondere Note geben. Mit einem mitgebrachten Stoffstück meines Patrones-Mantels war ich deshalb in einigen Kurzwarenläden unterwegs- die witzigerweise fast alle nebeneinander in der Rua de Conceicao liegen.
Hier bin ich schliesslich fündig geworden: Mario Ramos-Rua de Conceicao 87-89, Retrosaria.
Eine sehr geduldige und nette Dame, die leider kein Englisch sprach- aber mit Gesten und Zeigen hat es geklappt!




Und in vielen Stoffläden habe ich wunderschöne Spitze gesehen. Sicher nicht nur, weil es im Moment en vogue ist, sondern portugiesische Frauen diese edlen Textilien gerne zu festlichen Anlässen tragen.

In der Rua do Ouro 260 bei Ouro Texteis gibt es neben Stoffen auch ein großes Sortiment an Kurzwaren. Ich hätte gerne selbst all die Stoffballen mit Spitze befühlt und durchsucht-das war leider nicht gerne gesehen und so wurden mir die Ballen auf Fingerzeig auf die Theke gelegt und ich wollte nicht unhöflich sein und alles sehen ;-) und habe mich dann für eine nudefarbene Spitze und einen wunderschönen Missoni-like-Strick entschieden.





Vom Spitzenfieber gepackt bin ich am nächsten Tag bei Casa Frazao in der Rua Augusta 265 direkt auf die Spitze zugelaufen- Tunnelblick. Und da durfte ich hinter die Theke- fatal...
1 Meter schwarze Spitze aus Baumwolle, schön breit mit Bogenkanten an beiden Seiten-wunderwunderschön.


Inspiriert wurde ich übrigens von Frabjous Couture- Marina von Koenig stellt einen selbstgenähten Rock aus Spitze vor und ihre detailreiche, ausführliche Beschreibung des Werdegangs ist so hilreich- ich werde es hoffentlich auf meine Figur passend ebenso gut hinbekommen...

Auch bei mytheresa sieht man momentan wunderschöne Einsatzmöglichkeiten für eine sehr frauliche Mode mit diesen edlen Textilien!
Für die nudefarbene Spitze schwebt mir ein Top vor und die schwarze Spitze sollte für einen etwas glockigeren Rock oder ein schmales kurzes Kleid reichen...

Und wer ein stilvolle Unterkunft in Lissabon sucht, hier ein Tipp:


Wir haben uns so wohlgefühlt- eine gastfreundliches Haus, in das wir gerne wieder zurückkehren!
Ein portugiesischer Palazzo mit traumhafter Innenausstattung- das Tüpfelchen auf dem i unserer Reise.





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Auf einer steinernen Bank im Castelo de Sao Jorge eingraviert- hoch über der Stadt liegend und mit herrlichem Blick auf das Häusermeer und den Tejo-  hat mich dieses Gedicht sehr angesprochen und berührt:

I say ‘Lisbon’
When I arrive from the south and cross the river
And the city opens up as if born from its name
It opens and rises in its nocturnal vastness
In its long shimmering of blue and of river
In its rugged body of hills – ...
Lisbon with its name of being and nonbeing
With its meanders of astonishment insomnia and shacks
And its secret theatre sparkle
Its masklike smile of intrigue and complicity
While the wide sea stretches westward
Lisbon swaying like a sailing ship
Lisbon cruelly built next to its own absence ...


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Sonntag, 16. März 2014

Boucle-Mantel Patrones 235 No 58 Vero Moda

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Bei meinem letzten Nähprojekt hatte ich während des Nähens immer mal wieder die DVD von Claire B. Shaeffer nebenbei laufen- ähnlich wirksam wie eine Nähmeditation - seitdem bin ich während des Nähens regelmäßig(er) am Bügelbrett und meine Lust auf eine selbstgenähten Jacke nach Chanel-Machart ist enorm gewachsen.

Boucle hätte ich auch- hier meine 3 Schätze. Der beige mit zarten Lurexfäden (links) ist von meinem Berlin-Aufenthalt, der dunklere (grau-rosa) ist schon ein paar Jahre alt und der helle Boucle rechts eine Neuerwerbung.


Ich hatte mir kürzlich Stoffproben aus der Wollweberei Nietzel schicken lassen- und dieser helle Boucle war das einzige Stoffstück, das mir zugesagt hat. Alles andere war nicht nach meinem Geschmack- leider.

Aber die Farbe und Struktur dieses Boucle gefallen mir sehr gut und ich habe mich trotz Chanel-Jacken-Virus für einen Mantel entschieden- ein Patrones-Modell mit Reverskragen und ganz wichtig, vertikaler Teilungsnaht. Seitliche Brustabnäher wollte ich möglichst vermeiden, das sieht bei Boucle nicht so schön aus...

Schnittmuster: Patrones 235 No. 58 Mantel von Vero Moda




Ich brauche einen Frühlingsmantel. Und ich werde wegen des leidigen Zeitproblems eine "normale" Verarbeitung anstreben. Das heisst nicht, dass ich bis jetzt schludrig war! Ich habe ein Probemodell genäht, Änderungen vorgenommen, alle Schnitteile einzeln zugeschnitten (um den Fadenlauf exakt hinzubekommen), alles notwendige mit Vlieseline verstärkt und alle Nahtlinien markiert.

Die Jacke,aufwendig und langwierig in der Verarbeitung, habe ich in den Herbst verlegt- im Moment brauche ich einfach ein paar Basics (weil ich ja nichts kaufe- ready to wear Fast - immer noch standhaft!!!) und die Jacke will ich ohne Zeitdruck genießen und freu mich schon drauf.




Die ersten Anproben des Mantels waren erfolgsversprechend- meine beiden Kleider mit vertikaler Teilungsnaht waren gute Übungen, um den Sitz über der Büste gut hinzubekommen.
Und wenn alles perfekt läuft, habe ich am Ende einen perfekt sitzenden Oberteilschnitt für die Jacke und kann im Herbst ohne Probemodell starten!




So, der Korpus steht und einen Ärmel habe ich schon mal eingeheftet. Morgen muss ich Schulterpolster und rosa Futter besorgen. Natürlich möchte ich auch chanelige Akzente setzen- aber jetzt geht es erst mal um den puren Mantel und die Passform- dann werde ich mir überlegen wieviel Borte wohinkommt...

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Sonntag, 9. März 2014

Ein wunderschöner Ball

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...wundgetanzte Füße und ein lustiger Abend mit dem Mann, ohne dessen Freundschaft und Liebe meine Welt nicht vorstellbar wäre.

Wieder Bilder eines Profis- ein Ballfotograf, die Aufnahmen sind sehr schön geworden.



Wie viele Hobbyschneiderinnen suche auch ich Inspiration in Modejournals, trendigen Modeshops und bei kreativen Modebloggern. Ein großes Repertoire an in den verschiedensten Shops erhältlicher Mode, die frau- je nach Geldbeutel und Stil- vorfindet.
Und trotzdem gehe ich den steinigen Weg des Selbernähens.

Ich denke, dass es für alle Hobbyschneiderinnen ein leichtes wäre, sich die eigene Mode ready-to-wear, also direkt von der Stange, zu kaufen. Niemand weiß so gut über die eigenen Problemzonen und Schwachstellen und selbstverständlich wissen wir auch um unsere starken Seiten. Wir wären also alle in der Lage- in allen Preislagen- das für uns passende zu finden. Vielleicht nicht maßgeschneidert, aber passabel tragbar.

Warum versuchen wir trotz dieser einfacheren Variante des Kaufens immer und immer wieder eine Mode zu nähen, die uns manchmal frustriert und unzufrieden bei nicht Erreichen des selbst gesteckten Ziels zurückwirft und uns eben bei Erreichen auch glückselig und dem Couture-Himmel nahe- schweben lässt?

Weil wir uns selbst als einzigartig wahrnehmen und diese Einzigartigkeit in unserem persönlichen Stil Ausdruck finden soll. Es ist eine hohe Kunst, der wir uns nähern wollen, eine Handfertigkeit, die uns stolz macht und bei befriedigendem Ergebnis ein Glücksgefühl hervorruft, das uns von allen unterscheidet, die ein breites Sortiment an Fertigem vorfinden.

Ein Hoch auf alle Hobbyschneiderinnen, deren Blogs zum Teil in meiner Augenschmauß-Liste auftauchen! Wir haben alle den gleichen Anspruch, die gleiche Motivation und die Liebe zum Hobby.
Kaufen kann jeder- wir können uns selbst in die tollsten Stoffe  und schwierigsten Schnitte verpacken. Nicht immer klappt es- aber es könnte ja jedesmal klappen- und das treibt uns an.


Danke an alle lieben Mails, die mein Kleid und die Umsetzung gelobt haben.
Euer Lob bedeutet mir sehr sehr viel. Sehr viel.
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Freitag, 7. März 2014

evening gown Burda 12/2004 #108





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...großes Kino





Das Kleid ist pünktlich fertig geworden und wie man auf dem ersten Bild unschwer erahnen kann- ich habe mich diesesmal für einen Profi hinter der Kamera entschieden.

So, was hat gut geklappt, was weniger gut?

gut:
  • fast keinen Schnitzer gemacht
  • der Reißverschluss saß bei ersten mal sofort milimetergenau
  • Innenleben sauber mit Schrägband verarbeitet
  • Rollsaum ohne großen Unfall gezaubert
  • der Rockteil ist ein Traum in Chiffon geworden (mein Mann hat in mühevoller Arbeit den Saum abgesteckt!)

weniger gut:
  • die Drapierung bekommt eine 2 bis 2minus- beim Anschauen der fertigen Bilder war ich nicht so 100% begeistert- da werde ich morgen nochmal einen kritischen Blick in den Spiegel werfen und eventuell ein paar Faltungen festnähen
  • die Armrundung in Brustnähe könnte besser anliegen


Hier sieht man das Taillenband, das den Reißverschluss entlastet- bei Frabjous couture entdeckt!




Das Innenleben: alles schön mit Schrägband aus der Futterseide eingefasst:






Ein wichtiges Detail: in der Schulternaht aufknöpbare Riegel für die BH-Träger:



Die Fotosession hat Spaß gemacht!
Ich bin keine klassische Schönheit und habe jahre, nein- jahrzehntelang mit Bildern von mir gehadert. 
Mein Blog hat mir da etwas die Scheu genommen und ich bin selbstbewusster geworden. Erst sollten die Bilder nur den Sitz der genähten Mode zeigen. Jetzt entdecke ich manchmal sehr schöne Seiten an mir. Und klar, es gibt auch Bilder, die eine sehr unangenehme Wirkung auf mich haben. Aber solange ein paar darunter sind, die mich ein wenig glücklich machen und ich das Gefühl habe, schön zu sein- solange werde ich sie zeigen...







Und was kommt jetzt unter die Nadel?
Mal sehen...


 


Samstag, 22. Februar 2014

evening gown-Ballrobe Burda 12/2004 #108

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Nachdem mein Ballkleid schon diverse Änderungen in der Ausführung erfahren hat, ist dies hier- der dritte Anlauf, bisher sehr erfolgsversprechend. Kein Bustierkleid, sondern ein drapiertes Oberteil und das Rockteil mit viel Stoff und schön fließend im Fall.
Mein Seidenchiffon, breiter als hier angegeben, hat gut gereicht. Wenn ich keinen Schnitzer mehr mache, reicht es im Nachhinein noch für ein Blüschen.
Den Schal lasse ich weg, Schnickschnack, ich hab ja meine langen schwarzen Handschuhe...




Vor ein paar Jahren hätten mich die zahlreichen Versuche bei der Bewältigung des trägerfreien Oberteils wirklich mürbe gemacht. Mittlerweile bin ich gelassener. Ich lerne ja auch immer wieder etwas dazu und letztendlich kommt es auf das Endresultat an- und so wie es bis jetzt aussieht, hat sich der Wechsel auf ein anderes Schnittmuster gelohnt.

Veränderung des Schnittmusters :
Mein Oberkörper ist kürzer als der Standard, also muss ich jedes Schnitteil entsprechend um 2cm kürzen.

Hier an der Skizze sieht man, wie ich hier dabei vorgegangen bin:



Normalerweise zieht man zwei Linien im Abstand von 2cm (waagerecht oberhalb der eingezeichneten Taille)  und klebt die Schnitteile nach Herausschneiden des Streifens wieder zusammen. Hier in der Skizze grün eingezeichnet.
Das war aufgrund der 2 Falten im linken Vorderteil nicht so einfach machbar.
Klar, ich hätte auch erst um 2cm reduzieren und dann nachträglich die Falten einzeichnen können.

Ich habe mich für eine 2. Methode entschieden: im rechten Winkel zur Schnittrichtung  habe ich eine (schräge, hier rot eingezeichnet) Linie gezogen, an der ich um 2cm reduziert habe. Und da alle Schnittteile im Armausschnitt identisch sind, habe ich alle Folien aufeinandergelegt und diese Linie auf alle Folien übertragen.
Vorteil: nicht nur der Oberkörper ist gekürzt, auch die schräge Drapierung liegt somit enger an. Burda-Schnitte sind da immer etwas freizügig...Den Brustpunkt habe ich durch diese Linie zum Glück nicht verändert



Das Probeoberteil aus Baumwolle ist aus 6 Teilen zugeschnitten: dem linken und rechten Vorderteil plus dem jeweils unterliegenden Futterteil plus 2 Rückenteile ohne Futter).




...und es sitzt für ein 1.!!! Probemodell ganz gut. Die Falten im Achselbereich  kann ich bei der Schrägbandeinfassung noch etwas regulieren/berücksichtigen. Hier habe ich außerdem ohne Nahtzugabe zugeschnitten- beim Original habe ich noch etwas Spielraum.

Und langsam muss ich mich sputen. Dieses Wochenende muss das Oberteil fertig werden und ich liege gut in der Zeit...
Vorderteile sind mit Futterteil unterlegt und aufeinandergeheftet, Schulternähte sind gesteppt, jetzt werden die Armausschnitte mit Schrägband eingefasst und die Seitennähte geschlossen.


 To be continued...

Samstag, 15. Februar 2014

RTW-Fast #2 und #3- Vogue 8828




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...heute wie versprochen meine 2 Versionen des Vogue-Schnittes 8828



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Mein erstes Kleid hat einen schmalen Rock und 3/4-Ärmel.
Bestellt hatte ich mir 2 Rapporte a 80cm einer edlen Mischung im Reich der Stoffe, die Verlaufsfärbung rosa-grau-mauve fand ich ganz passend, weil mir nur rose "too much" gewesen wäre.
Der Stoff ist relativ weich und nicht sehr kompakt gewebt- das Kleid ist deshalb passend rosafarben gefüttert.

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Änderungen:
die Schulter war viiiel zu breit- hier habe ich fast 3 cm weggenommen, diese 3cm habe ich an der Armkugel wieder zugegeben. Außerdem habe ich den Rock noch ein ganzes Stück enger genäht. Insgesamt fällt der Schnitt schon sehr groß aus. Die Oberteile sind zwar in verschiedenen Cup-Größen aufgedruckt- die BH-Cupgröße hat hier aber auf keine Fall gestimmt. Ich würde wirklich dringend zu einem Probemodell raten, um den perfekten Sitz hinzubekommen.
Das Oberteil ist oberhalb der Taille um 2cm gekürzt.
Während des Nähens hatte ich die DVD von Claire Shaeffer zur Chanel-Jacke laufen- und so kam die Idee, die Klappentaschen mit einer Fransenkante einzufassen. Passende Knöpfe hatte ich auch gekauft- aber weggelassen, weil mir diese Überladung dann doch nicht gefallen hat.
Lieber ein bisschen tiefstapeln.


Und ich liebe Stiefel.
Alles, was mit Pumps zu madamig wirken würde, kann mit Stiefeln peppig und frech wirken.
Hier sind es graue, relativ flache Stiefel von Strenesse- im Sale zu einem annehmbaren Preis erstanden. Und grau passt auch im Frühjahr zu den angesagten, pastelligen Tönen.

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Die 2. Option ist aus einem dünneren, grauen Wollgarbadine mit geringem Elasthananteil aus meinem Fundus entstanden. Die Ärmel sind hier kürzer und der Rock ist schön weit. 
Ich liebe dieses Kleid- das Ergebnis aus Schnitt und einfachem Stoff finde ich absolut gelungen. Das war wirklich eine Überraschung bei der ersten Anprobe...
Ein Basic-Teil für viele Jahre. Auch komplett abgefüttert.
Hier habe ich grau-braune Stiefel von Pura Lopez gewählt- der hohe Absatz macht das Kleid noch ein bisschen frecher. Und mit einer wollweißen Ledertasche sind diese erdig-pastelligen Töne genau nach meinem Geschmack.

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Ready-to-wear-Fast- also 2014 nur genähte und keine gekaufte Mode. Diese beiden Kleider sind Modelle 2 und 3. Angeregt von Goodbye Valentino bin ich weiterhin dabei und es steht noch einiges auf meiner "to sew-Liste" dieses Jahr...


Und mein Abendkleid nimmt Form an! Das Probemodell hat mich richtig happy gemacht- es passt und sieht klasse aus! Heute habe ich meterweise Chiffon für das Kleid zugeschnitten. Morgen kommt das Futter unter die Schere. Und vielleicht kann ich dann schon mit dem Oberteil beginnen.
Mehr zum Schnitt und zum Procedere im nächsten Post... 

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...und sorry für die zu dunklen und nicht so superscharfen Bilder. Einen Moment zu erwischen, an dem es hell genug ist und ich gerade Zeit und Muße für Aufnahmen habe, ist nicht so einfach. Zumindest mein kleines neues Stativ habe ich benutzt- aber mit künstlichem Licht hatte ich blöderweise Schatten ...ich gelobe Besserung!

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Sonntag, 2. Februar 2014

Nähen statt Bloggen- Teaser

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...das geht vielen Nähbloggern so: die kostbare Zeit ganz egoistisch nutzen- also habe ich in den letzten Wochen lieber genäht, der Blog ist deshalb etwas zu kurz gekommen.

Mein Abendkleid, zu dessen Enstehungsprozess ich ja schon etwas berichtet hatte, ist wirklich ein sehr forderndes Projekt. Nachdem ich das 4. Probemodell der Corsage fertig hatte, brachte zum einen die Anprobe und ein verbliebener Rest an Realitätssinn die Erkenntnis, dass ich es nähtechnisch nicht bewältigen kann. Ich möchte mich in diesem Kleid absolut wohlfühlen und einen ganzen Ballabend vergnügt darin verbringen. Und die Zweifel an der Tragbarkeit wuchsen.
Meinen Mann mit der Unsicherheit am Ballabend zu nerven- "sieht es WIRKLICH schön aus? Gefällt es Dir? Bin ich zu alt/dick/etc. für dieses Kleid?"- das hat er nicht verdient- 
ich werde ein Kleid hinbekommen, in dem ich schlank, schön und bezaubernd aussehen werde!
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Deshalb bin ich in meinem Schnitt-Fundus erneut auf eine Alternative gestoßen, von der ich später berichten werde.
Zeit habe ich auch noch etwas- der geplante Frankfurter Opernball im Februar wurde abgesagt (superprofessionelles Orga-Team- shame on you!)- und wir haben jetzt Karten für einen kleineren, weniger spektakulären, aber sicher wunderschönen Ballabend Anfang März.

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Und da ich mein Näh-Ego wieder etwas aufrichten wollte, musste erst mal was Alltagstaugliches unter die Nadel.

Und so bin ich gerade in jeder freien Zeit dabei- mithilfe eines Vogue-Option-Schnittes, mir 2 Kleider zu nähen, also 2 Optionen eines Grundschnittes. Eines ist fertig, das 2. wird es diese Woche. Hier ein paar Appetithäppchen...




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Ich habe den ganzen Januar kein Kleid, keine Hose, keine Jacke, Bluse, Shirt, Rock, Mantel, oder sonst etwas Nähbares erworben. Einmal bin ich schwach geworden- in Cashmerepullover im WSV. Der kommt am Ende des Jahres auf die Negativseite meines Kauf-Fastens. Und bleibt dort hoffentlich der einzige Fastenbrecher.
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Der Idee, einige wichtige Dinge im Leben zu ändern, bin ich treu geblieben. Meine Ernährungsumstellung auf vegane Kost, die ich eigentlich langsam einschleichen wollte, hat innerhalb kürzester Zeit zu so viel mehr an Wohlbefinden geführt, dass ich es jetzt schon 100%ig lebe. Auch keinen Kaffee mehr. Tee!
Den eigenen Körper jetzt in dieser Veränderung zu erleben, ist eine sehr intensive und glücklicher machende Erfahrung. Ich staune jeden Tag, wie viel besser es mir in jeder Beziehung geht...

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Sonntag, 12. Januar 2014

Corsage Ballkleid- corselette boning

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Die Corsage des Ballkleides hatte ich ja schon aus Probestoff zugeschnitten und alle Nahtlinien genau auf den Stoff übertragen, um erst mal eine sehr genaue Original-Corsage hinzubekommen..

Um ein gut sitzendes, trägerloses Oberteil zu erhalten, müssen bestimmte Nähte der Corsage mit einem Miederstäbchen (links; für das Probemodell) oder einer Stahlfeder (rechts) gestützt werden.


Im ersten Probemodell habe ich dazu auf die angegebenen Nahtzugaben ein Satinband aus meinem Vorrat aufgesteppt, das als Tunnel für die genau zugeschnittenen Plastikstäbchen diente- das Original soll später mit Stahlfedern gearbeitet werden. Dafür werde ich stabileres Nahtband auf die Nahtzugaben steppen und in diesen Tunnel die Federn einführen und oben und unten mit einer Naht fixieren.

Die Anprobe der ersten Corsage habe ich bildlich nicht festgehalten- der Ausschnitt war viel zu tief und die Corsage saß viel zu niedrig. Also Schnittmuster geändert und alles noch mal von vorne.
Hier Teil No.1:


Beim 2. Probemodell habe ich 3cm an der oberen Kante zugegeben und auch die vordere Mitte etwas weiter zugeschnitten.


Die Passform hat sich verbessert, ist aber noch nicht optimal. Beim Anwinkeln der Arme sieht es prima aus. Wenn ich die Arme allerdings nach unten nehme, sieht man die Speckröllchen an der Achsel etwas- an der Stelle werde ich noch etwas höher gehen müssen.
Der mittlere Punkt unter der Büste sitzt auch noch nicht so perfekt. Hier muss ich noch mal ein bisschen grübeln. Wahrscheinlich muss die untere Rundung des Cups weiter werden- dann liegt es besser an und die Spitze des unteren Teils muss weiter runter und liegt dann auch besser am Körper.
Im Moment hab ich keine Lust auf ein 3. Probemodell, aber es muss wohl sein...
Ich habe auch 2 verschiedene, trägerlose BHs getestet- bei beiden sieht man Unterschiede in der Passform!


Die Punkte hier zeigen die eingesetzten Miederstäbchen im Vorderteil.
Blau im oberen Teil, der später durch die Drapierung mit dem Chiffon verhüllt ist.
Gelb im unteren Teil, das vor dem Zusammensteppen der 2 Corsagenteile erst mit dem Rockteil verbunden wird.

Hier hab ich mal in der Bildbearbeitung aufgezeichnet, in welcher Richtung der Stoff nachher fallen wird.


Der Sonntagmorgen beginnt bei uns immer mit einem langen Frühstück und der Sonntagszeitung. Da mich meine Corsage im Moment sehr beschäftigt, habe ich meine Nähbücher ebenfalls mit an den Frühstückstisch genommen, um schon mal zu stöbern, was ich sonst noch an Infos finde. Und da schlag ich die Zeitung auf und finde in der FAZ einen Bericht über trägerlose Ballkleider!

Ich bin ehrlich gesagt noch etwas unsicher, ob man mit 50 und einem Körper, der jetzt nicht so den Model-Maßen entspricht, das noch tragen kann.
Wenn im Bericht eine Altersgrenze gestanden hätte, wäre ich schon etwas unsicher geworden.
Aber die Quintessenz des Berichtes:
  • jede Frau kann darin gut aussehen, wenn die Bustierlinie (gerade, geschwungen, herzförmig) zur Frau passt
  • diskrete Sinnlichkeit ist "in" (4 von 10 vom Einkauf georderte mytheresa-Abendkleider sind schulterfrei)
  • wenn es gräßlich aussieht, ist das Kleid schuld (wie ermutigend ;-)