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Dienstag, 30. September 2014

selbstgemacht!

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...was mich glücklich macht: wenn ich etwas selbst herstellen kann!

Selbst Brot backen, Gemüse anbauen, selbst Nudeln herstellen, Strümpfe stricken..
Wenn man die zum Leben notwendigen Dinge mit eigenen Händen herstellt, ist das ein sehr erdendes und befriedigendes Gefühl.

Selbstnähen ist natürlich das Maximale für mich- und diese Bilder sind in der Toskana entstanden.

Mein Limoncello-Kleid!








Und zum Schluß noch einen Campari-Orange?
Selbstgekauft ;-)


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Samstag, 13. September 2014

Burda Modell #132 September 2001

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...heute Mal ein Werk aus der Vergangenheit, das seinen Weg aus dem Keller wieder in mein Nähzimmer gefunden hat.



Vor etlichen Jahren habe ich meinem Mann eine längere Lammfelljacke selbst genäht, eine Überraschung zu Weihnachten.


Das war in der Zeit, in der ich noch zufrieden war, wenn ich das Modell nähtechnisch gut hinbekommen habe. Aber wir Nadelfreaks wissen- die Passform ist wichtig, wirklich g e n a u s o wichtig.
Die Jacke war leider etwas zu lang und wirkte dadurch überhaupt nicht so, wie ich mir das vorher ausgedacht hatte. Auch ein bisschen mächtig in der Erscheinung. So nett, wie mein Mann war, hat er die Jacke manchmal getragen, meist zum Hundegassigehen in der kalten Jahreszeit. Irgendwann hat die Begeisterung nachgelassen und sie wanderte in den Keller.

Und ich finde es eigentlich zu schade, diese Lammfelle ungetragen im Keller zu belassen. Nun denke ich darüber nach, die Jacke entweder selbst für mich abzuändern oder sie in eine entsprechend kundige professionelle Nähwerkstatt zu bringen.
Aber die Änderungen wären zeitaufwendig und allzu viel wollte ich eigentlich nicht mehr investieren. Auf der anderen Seite könnte ich es ja auch wieder nicht so hinbekommen, wie ich mir das vorstelle, und dann wäre es auch unbefriedigend.



Ich werde wohl erst mal die Nähte aller Teile öffnen, dann alles kleiner zuschneiden, und das Modell insgesamt beibehalten. Natürlich mit der frauentypischen Öffnung der Vorderteile.
Und alles natürlich nur mit einem Probemodell, mit dem ich horizontalen Teilungsnähte und die endgültige Länge bestimmen kann.
Achherrje, als hätte ich den Kopf nicht schon eh voll mit Nähplänen...Ich stelle mir so ein rockiges Teil vor, das mit Jeans und hohen Absätzen und einer schicken Tasche stylish aussieht. Drückt mir die Daumen!

Jetzt steht erst mal Urlaub an, mein gelbes Kleid soll mit und ich ändere gerade den Wulst an beiden Seiten in Taillenhöhe.
Und ein Jäckchen entsteht, für eine kleine Pippi Langstrumpf- das lassen zumindest die Farben vermuten...

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Sonntag, 7. September 2014

elfbaby hat by robynn weldon


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Mein erstes Kleidungsstück für das kommende Familienmitglied ist fertig. Gestern auf einer Zugfahrt begonnen und heute unter Missachtung der sonstigen "to do´s" beendet.







Ein schnelles Projekt, so ein Mützchen. Es ist schon eine s e h r bunte Wollmeise aus meinem Vorrat geworden. Vielleicht stricke ich noch ein neutrales Mützchen, ganz zart in weiß oder rosa oder hellblau, mal sehen...

Zu einer kleinen, einer klitzekleinen Jeans passt es aber bestimmt ganz gut. Ich habe schon mal eine grüne Wollmeise herausgesucht, mit der ich ein passendes Jäckchen stricken könnte. Und für viele Söckchen reicht die Wolle auch noch.




Mein Model heute ist Joy, meine allererste selbstgemachte Puppe, 2012 unter professioneller Anleitung von Juliane (Fröken Skicklig) entstanden.




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Fröken Skicklig
Fröken Skicklig

Freitag, 5. September 2014

Vogue 1398

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So, Bilder waren für gestern versprochen, leider einen Tag verspätet, aber der Reißverschluss kam erst heute mit der Post an.
Und da ich von meinem Mann von der Arbeit abgeholt wurde und mein Sohn schon ein scharfes Thaicurry zum Abendessen gezaubert hatte, konnte ich das Kleid noch fertigstellen.Und ein paar Bilder schießen lassen.
By the way: die Schuhe passen nicht zum Kleid, ich hätte die braunen nehmen sollen....Es sei denn, ich möchte demnächst eine IKEA-Filiale eröffnen...


die Falte links an der Taille werde ich nochmal bearbeiten...


Der Stoff: ein Seidenchiffon etwas festerer Qualität oder ein Seidencrepe etwas dünnerer Qualität, wer weiß das schon...Aber ein dankbarer Stoff, wirklich eine gute Qualität.
Der Stoff, das Futter und der 2. Reissverschluss haben zusammen 40€ gekostet, das kann sich sehen lassen.

Änderungen:

Das unterste Rockteil habe ich verlängert (er besteht aus einem Futterrock, an den unten ein Rockteil angesetzt wird). Das mittlere Teil ist ebenfalls etwas verlängert (es wird an einer bestimmten Höhe an den Futterock angesteppt), das obere Rockteil hat die Originallänge.

In der Anleitung werden die Nahtzugaben des Futterockes nach außen gelegt. Fand ich aber nicht so gut, da der Wind die Lagen schon mal hochpusten könnte und dann würde man die Nahtzugaben des Futterrockes sehen. Deshalb habe ich die Nahtzugabe innen, und die sieht man auch innen nicht, da ich noch einen Futterock zusätzlich genäht habe. Da der Chiffon/Krepp relativ dünn ist, trägt es nicht auf.




Durch die ganzen Änderungen hat sich die Reißverschlusslänge geändert, was normalerweise kein Problem ist, aber ich hatte mich sklavisch an die Anleitung gehalten und da ist der RV-Schlitz für einen sichtbaren Zipper vorgesehen und ich hatte Glück, dass ich noch nahezu die perfekte Länge gefunden habe.







Aus 50 Bildern haben mir gerade mal 3 gut gefallen. Ich könnt gerade verrückt werden.
50 Jahre alt und ich brauche 50 Bilder....
Und jetzt keine Lobhudeleien, ihr habt die grottigen 47 nicht gesehen :-)

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Sonntag, 31. August 2014

Gelb!

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...meine Einstellung zur Farbe "Gelb" ändert sich.
War sie mir eigentlich immer zu grell, bin ich bereit für gelb. 


Gelb macht froh.





Mein sommergelbes Kleid, Schnitt Vogue 1398, wollte ich heute eigentlich fertigstellen und an mir zeigen.
Ich habe mir im Ernst eingebildet, einen nahtlosen Reißverschluss in ein Kleid basteln zu können, dessen Konstruktionsweise einen sichtbaren, normalen Zipper vorsieht. Reingeheftet, festgenäht und rausgetrennt. Und wieder was gelernt.




Der richtige Reißverschluss ist seit Samstag bestellt und so verspreche ich jetzt mal den nächsten Donnerstag als "Kleidvorführtag". Dann werde ich auch etwas mehr auf die Details, Stoffwahl und gemachte Änderungen eingehen.


Die Anprobe hat schon mal bestätigt, dass die Änderungen am Schnitt so falsch nicht waren. Ob das Oberteil für eine vollere Büste tragbar ist, dürft Ihr dann gerne entscheiden.
Und beim Fotomachen ist mir aufgefallen, dass mein Trend zu gelb auch im Haus zu beobachten ist.







Es gibt noch eine Menge weiterer Projekte, die entweder schon zugeschnitten sind oder im Nähzimmer präsent sind...

Mein Hosenprojekt ist immer noch in Arbeit, ein erstes fertiges Modell hängt schon im Schrank, das ich mit einem Zwickel im Schritt tragbar gemacht habe.
Für eine weitere Jeans habe ich die Taschen vor Wochen schon bestickt. Ob das nicht im Gesamteindruck zu viel des Guten ist, werde ich mal wieder am Schluss feststellen können.
No risk, no silk-and-joy-jeans...





Und dann spukt mir schon eine Woche ein neues Werk im Kopf umher.

Ein Cape aus puderfarbigem Kaschmir. PUDER!
Hätte in der Stoffbeschreibung zartrosiges Beige gestanden, wer weiß, ob ich dann auch in die Falle getappt wäre? Egal, ich liebe die Farbe Puder (neben gelb, ganz klar!).


Ich stell mir das auf skinny Jeans mit Stiefeln frech und trotzdem chic vor.
Bei Mänteln stört mich immer mehr, dass bei meiner Größe von 165cm und von der Norm abweichender Oberweite das insgesamt trotz Größe 40 immer sehr kubisch aussieht. Zu un-frech.

Ein Rest stabiler Seide, der vom Farbton so schön passt, kommt vielleicht bei Blenden oder in der Kapuze zum Einsatz...






Und einige weitere Herbstsachen, die ich sicher erst nach dem Urlaub in 2 Wochen angehen kann, stehen auf der to-do-Liste. Schwarzer Lederrock. Änderung einer gekauften Seidenbluse. Quiltdecke endlich mal fertigstellen...

Mal ganz abgesehen von einer geplanten kleinen süßen Zipfelmütze für das Baby meiner großen wunderhübschen Tocher, die ich IM Urlaub starten möchte.

Oft hab ich mich schon über den Projektestau in meiner Nähpipeline geärgert, weil ich zu langsam vorankomme.
Aber eigentlich ist es Näh-Porn ;-) Ich freu mich so, dass ich das alles bald angehen kann, ich bin so glücklich über mein Nähzimmer und die Möglichkeiten, mein Hobby nach meinem Geschmack ausüben zu können. Dankbar.

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Sonntag, 10. August 2014

viele Bilder und noch mehr Farben...

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... voila, zuerst ein schwarzer Rock. Fertig ist er schon eine Weile, aber gestern habe ich ihn zum ersten Mal getragen.



Zur Entstehung:
gefunden habe ich den Stoff in Frankfurt-Sachsenhausen- bei Martino-Stoffe.




Ein schwarzer Chiffon, auf den aus gleichem Stoff gefertigt, unterschiedlich lange Fransen in Bandform aufgenäht sind. Und je nachdem, in welche Richtung man den Stoff hält, fallen die Fransen glatt nach unten (Bild 1) oder über Kopf und damit etwas voluminöser (Bild2).




naja, man sieht es so lala...


Für die 2. etwas fluffigere Variante habe ich mich entschieden.
Den Oberstoff und das Futterteil habe ich wie eine Stofflage verarbeitet.





Für den Bund habe ich stabiles, textiles Band genommen, das ursprünglich aus einer Verpackung stammt. Use what you have!

Da ich nicht bis zur Taille zu fluffig wirken wollte, habe ich am oberen Rand etwa 10 cm der Fransenstreifen entfernt und nach dem Zusammenstecken der Rockteile an der seitlichen Hüfte/Seitennaht mit der Hand wieder Streifen angenäht, um eine gleiche horizontale Streifenlinie am Vorder- und Rückenteil hinzubekommen. Am Saum habe ich die ungleichen Fransenenden dann noch auf eine Länge geschnitten.





Der Rock ist so auffallend, dass ich normalerweise dazu nur ein einfarbiges Top tragen werde. Selbst eine weiße Seidenbluse mit schwarzer Knopfleiste war zuviel. Mit Schuhen kann man sicher auch die Damenhaftigkeit noch etwas herunterfahren.

Der gestrige Anlass war aber eine etwas lockere Party und ich war schon länger auf der Suche nach einem Hardrockcafe-Shirt oder etwas ähnlich rockigem. Gefunden habe ich dann ein schwarz-graues Shirt, in dem ich mich nicht zu overdressed gefühlt habe.


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Dann ist auch schon vor längerer Zeit ein Oberteil entstanden, dass ich noch nicht getragen habe, weil es sehr, ok. sehr sehr farbig ist.

Inspiriert von Chanel und der colour palette aus dem Frühling 2014 hat mich der Stoff an-ge-sprungen, wirklich!

Ich hatte wohl eine Dosis zuviel an Nude und beige verarbeitet...

beckyjewell.com



Erst war ein Kleid geplant- aber da ich nicht sehr groß und auch nicht spindeldürr bin, hab ich das verworfen. Enstanden ist dann ein asymetrisches Oberteil, eigentlich ein Jerseyschnitt von Burda. Da ich eine elastische Seide verwendet habe, hätte ich von Beginn an auch die ebenfalls angebotene Jerseyqualität nehmen können...So war es wieder silk und joy!


Das entstandene Shirt muss ich beim Tragen wohl auch ziemlich "downgraden"

mit Stiefeln und einer noch dunkleren Jeans/Jeansjacke

oder

vielleicht im warmen vorherbstlichen Florenz im Sommerurlaub eingesteckt in einen einfarbigen Pencilrock und knalligen Pumps

oder

 wie hier ungeschminkt und barfuss, und sehr glücklich, weil ich mich damit so herrlich bunt fühle!




 


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Dann das nächste, gerade angefangene Projekt.


Für mich ist der Sommer noch nicht vorrüber und deshalb kommt mir nochmal ein Kleid unter die Nadel, diesmal sogar aus der gleichen Farbe wie die Vorlage.
Eine andere konnte ich mir einfach nicht vorstellen. Das Kleid schreit nach gelb.

Das Probeoberteil ist fertig, der Schnitt abgeändert und ich hoffe, dass ich heute noch zum Nähen komme...




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So, jetzt für heute die letzte Handarbeit, diesmal aus Wollfilz, schon lange bestickt aber seit Wochen immer noch nicht zusammengenäht...

Es ist etwas, das meine Lebenspalette um eine weitere, sehr fröhliche Farbe bereichern wird.
Meine große Tochter macht sich und uns zu ihrem 28. Geburtstag ein sehr besonderes Geschenk.

Im Moment noch eine handvoll Leben in ihrem Bauch, wir sind alle so gespannt und für mich fühlt es sich an wie bei meinem ersten Kind: da entsteht etwas einzigartig Schönes, aber wie dieses Kind meines Kindes mein und unser Leben und Empfinden verändern wird, ist noch nicht greifbar.
Ein Warten voller Spannung und Vorfreude.
 Wie das Warten aufs Christkind, das Warten auf ein großartiges Geschenk...
Ein Hoffnungschimmer in einer Welt nicht enden wollender Kriege.





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Samstag, 5. Juli 2014

Copycat oder wie macht man aus einmal KD12 dreimal silk-and-joy

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...in den letzten Wochen und Monaten habe ich viel genäht und immer gedacht "am nächsten Wochenende hast du Zeit für Bilder..." und ich hab mich statt Bilder machen dann doch sehr oft fürs Nähen entschieden.
Meine in letzter Zeit entstandenen, sehr unterschiedlichen Werke zeige ich demnächst- heute gibts meine jüngsten Nähprojekte zu sehen.Vorerst nur an meiner Püppi.

Dies ist ein gekauftes Jerseykleid von KD12, mein 3. von dieser Marke- ich bekomme wirklich jedesmal aus den verschiedensten Ecken Komplimente.



Der figurschmeichelnde Effekt (trotz ein paar Pfunden zuviel) und die weiblichen Rundungen sehr geschickt umspielende Schnittführung gefallen mir sehr gut, sind altersgerecht und gut unter dem Laborkittel zu tragen und haben meinen Ehrgeiz geweckt: ich wollte dieses Kleid schnitttechnisch kopieren, um eine größere Auswahl an Jersey-Kleidern zu haben und gleichzeitig nicht zu tief ins Portemonnaie greifen zu müssen.

Als Schnittgrundlage habe ich diesen Knip-Schnitt (Juni 2007) genommen und es ging einiges an Kopierpapier drauf, bis ich zufrieden war.




Hier die erste Version.
Die Kräuselung an einer Seite ist hier noch nicht so stark. Das habe ich beim nächsten Kleid etwas verstärkt, indem ich das Schnitteil noch etwas aufgespreizt habe- die Einhalteweite ist gleich geblieben.




Hier Nr. 2. Mit etwas mehr Kräuselung.






Und schliesslich Nr.3. Hier habe ich beide Vorderteile gleich lang zugeschnitten und vorne noch eine Kurve ins überlappende Rockteil gebastelt. Es ist auch etwas kürzer geworden.




Bei 2 der 3 Kleider muss der Saum und die Ärmel noch gecovert werden. Dann habe ich erstmal genug Jerseykleider....

Obwohl die Kräuselung in Taillenhöhe im Abstand von 5cm durch 2 Nähte fixiert wurde (wie beim Original), hängt der Stoff doch noch sehr nach unten durch und ich musste vorne nachträglich doch mehr Saum abstecken. Durch das Muster war es aber ohne Probleme möglich. Bei meinem Missoni-Strick im letzten Post musste ich die horizontalen Zacken gerade halten, deshalb den Saum wirklich wie zugeschnitten abstecken und die Falten in Taillenhöhe weiter zunähen. Wieder viel gelernt...

Sonntag, 27. April 2014

simplicity 7583 und andere Baustellen


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...so, thematisch gesehen würden das eigentlich locker 3 seperate Beiträge ergeben, aber da muss ich jetzt durch...


1. Simplicity-Schnitt und Kleid

Zuerst war der Strickstoff aus Lissabon mit Zickzackmuster. Dann die Überlegung, welcher Schnitt?

Der Stoff hat eine gewisse Schwere, was für den Verlauf des Projektes nicht unwichtig sein wird. Anregt durch diesen Beitrag von Couture et Tricot und einem Traumkleid war ich auf der Suche nach einem Kleiderschnitt, bei dem der Stoff asymetrisch eingesetzt wird. Das finde ich zum einen spannend und es lenkt auch von Problemzonen ab. Der verwendete Burda-Schnitt ist für große Frauen und ich bin ja eher kurz. Und zu viel an Asymetrie wirkt gestaucht auf meine Körpergröße auch nicht mehr so schön.

Also habe ich mich für diesen Simplicity-Schnitt entschieden:




Was ich vor und während des Nähens geändert habe
  • Taillenhöhe 2cm nach oben versetzt (bei einem asymetrischen Oberteil etwas tricky, zumal ich dadurch den Faltenwurf beinflusst habe)
  • Die Ärmelvariante mit Falten an der Schulter hat mir nicht gefallen. Ich habe mich für einen schlichten Ärmel aus einem Vogue-Schnitt entschieden  
  • Verzicht auf den Reißverschluss, da ich nach einer vorsichtigen Anprobe gemerkt habe, dass der Stoff elastischer ist, als ich erst dachte
  • nach dem es erst mal so weit fertig war, habe ich bei der Anprobe gemerkt, dass die nur auf der Seite genähten Falten auf Hüfthöhe nicht ausgereicht haben, den schweren Stoff einigermaßen horizontal zu halten. Die Zickzackbordüren hingen nach unten durch. Also habe ich die Falten sehr viel länger als vorgegeben zugesteppt- und da war alles wieder schön gerade.

Es ist so schon ganz schön unruhig in der Taille, aber das lenkt ja auch ein bisschen ab.
Und das vorläufige Resultat hatte ich ja schon gezeigt, mit provisorisch abgesteckten Säumen.


Und Fotos sind wirklich besser als jeder Blick in den Spiegel!
Denn das sah schon sehr tantenmäßig aus und da habe ich

  • den Saum verlängert (ich wusste auch nicht, dass ich mittlerweile Knubbelknie habe)
  • die Ärmel schmaler genäht
  • den ganzen Rockumfang um 8cm verengt (und ich kann es immer noch ohne Reißverschluss anziehen).

Und jetzt finde ich es richtig gut!


2. Mantel aus Boucle 


Mit den Kleiderbildern habe ich auch gleich Bilder des Mantels gemacht. Mit Rock und Pumps. Mit Skinny Jeans und Bootleg Jeans. Und es sah alles komisch aus. Und ich hab die Fotos lange studiert und war mir nicht sicher, was nicht stimmt. Die Länge? Trägt Reverskragen auf? Fehlt irendetwas?

Und da fiel mir ein: am Ende des Mantel-Nähens hatte ich aus Reststücken die weißen Fäden gezogen
und eine Bordüre gehäkelt. Und es dann wieder verworfen, weil es mir nicht gefiel. Und jetzt sind mir die Bordüren wieder in die Hände gefallen- zum Glück hatte ich sie nicht weggeworfen. Und ich probiere jetzt, mit aufgesetzten Taschen den Mantel zu pimpen. Vielleicht ist das ja das i-Tüpfelchen...



 Hier ist die Bordüre nur aufgesteckt, erst muss ich die Taschenform und -größe entwickeln.



Es wirklich verhext. Früher war ich zufieden, wenn das Nähergebnis stimmte und ich es technisch hinbekam. Jetzt will ich mehr- mehr Passform, mehr Kreativität und da ist es wirklich manchmal sehr frustrierend...
Meine Figur mit den unvermeidlichen Veränderungen macht es auch nicht gerade einfacher...
Und weil ich gerade von meiner Figur rede:

3.  5-Pocket-Hose

Da ich diese Jahr keine Hosen/Blusen/Jacken/Mäntel/Kleider/Röcke/Shirts kaufe, wollte ich mir eine schmale Strechhose nähen und aus den vielen Varianten habe ich mich für einen Schnitt aus einer neuen Burda entschieden.

Der strechige Stoff sollte eigentlich nur für das Probemodell sein, er war billig und nicht so schön. Aber wie so oft dachte ich -"vielleicht passt es ja mit den im Voraus im gemachten Passformänderungen"- also habe ich mir Mühe gegeben und doppelt kontrastiert abgesteppt und geheftet und allem Pipapo. Und es passt nicht so, wie ich es mir erträumt hatte. Die Problemzonen sind größer als berücksichtigt.



Naja, Erkenntnisgewinn ist ja auch ein Gewinn.
Also habe ich mit "Perfect Fit" und den Ergebnissen der Anprobe ein neues Schnittmuster des vorderen Hosenbeins gemacht. Und in meinem Nähzimmer sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen.

Ich habe noch 3 strechige Stoffe, die ich zu Hosen vernähen möchte und den schönsten davon für den nächsten Versuch, das traue ich mich noch nicht. Vielleicht den zweitschönsten...
Und zur Erinnerung für mich :
Bundeinlage sieht blöd aus und trägt sich blöd. Hab ich auch noch nie in einer gekauften Hose gesehen...







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