Seiten

Sonntag, 19. April 2015

Valentino inspirierte Schmetterlingsjacke Burda 02/2011 #127

*
*
*


...der Zeitraum von der Idee zu diesem Projekt (Anblick der Jacke im www und sofortiger Wunsch, das unbedingt nachnähen zu wollen) bis zur letztendlichen Vollendung (gestern), der kommt mir jetzt gar nicht mehr so lange vor, weil ich keine Eile hatte und ich immer, wenn genug Geduld und/oder Zeit vorhanden war, konzentriert und ruhig weitergenäht habe.


Und jetzt ist sie fertig. Und sie gefällt mir sehr gut (das war lange nicht sicher, weil das ja schon gewagt ist, so viele Schmetterlinge...).

Apropos Schmetterlinge, es sind genau 20 Stück, alle von emblibrary. Gestickt mit meiner Janome Memory Craft 300E. Und jetzt werde ich mein Maschinchen in die Inspektion geben, denn das war ein hartes Stück Arbeit und die mittendrin notwendige neue Spulenkapsel macht merkwürdige Sachen. Die Falter habe ich bis auf einen seperat auf dünnen Stoff gestickt, ausgeschnitten und die gestickten Fühler der Falter abgeschnitten und nach dem Aufnähen mit dem Applikationsstich auf den Jackenstoff habe ich neue Fühler mit einem schmalen Zickzackstich aufgestickt.

Mit der Passform bin ich sehr zufrieden, so zufrieden, dass ich den Schnitt wohl noch abgespeckt für eine Bouclejacke verwenden werde- jetzt, wo alles stimmt. Da ich einen kurzen Oberkörper habe, sind Kurzgrößen von Burda ideal. Sogar die Ärmellänge stimmte auf Anhieb. Ich musste nur eine full bust alteration vornehmen und am oberen Rücken etwas Weite wegnehmen, das war es...
Auf den Bildern habe ich jetzt bemerkt, dass die Ärmel in der Kugel nicht so 100% sitzen, aber irgendwas ist ja immer...

 Und heute früh, ein Spaziergang am Rhein, mit Blick auf die Weinberge in der Ferne, das war der optimale Zeitpunkt zum Tragen. Durch das Füttern mit einem weinroten Baumwollstoff ist sie nämlich für den warmen Sommer zu dick. Aber für die kühlen Tagesanfänge, da ist sie genau richtig.





*
*
*




Sonntag, 5. April 2015

2 Kleidchen für Ostern

*
*
*

...Karfreitag morgen, eigentlich war das Weiternähen an meiner Jacke geplant, kam mir ganz spontan die Idee, meiner Enkeltochter ein oder zwei Kleidchen als Ostergeschenk zu nähen. Schon mal ein Vornähen für das gewünschte Taufkleidchen...

Samstag abend war ich fertig. Und zufrieden. Weil es prima geklappt hat und auch zwei sehr unterschiedliche Modelle- trotz gleichen Schnittes- entstanden sind.


 
Bei dem Schnittmuster (Burda 07/2008) habe ich das angegebene Blüschen einfach verlängert, so dass es auch auf kleine Jeans oder Strumpfhosen süß aussieht, so eine Art Kittelchen.




Mit 12 Wochen optimal, da die Stampelbeinchen alles längere sowieso hochschieben und über einem langarmigen Hemdchen getragen die Maus so wirklich zum Anbeißen aussieht.

Kleid 1 ist aus einem Stoffrest, bestickter ecrufarbener Baumwollbatist, entstanden.




Der Stoff von Kleid 2 war ein Spontankauf- ein in der Stadtmitte von Frankfurt gelegener Laden, in dem es hauptsächlich wunderschön zartes japanischen Geschirr und japanische Lampen und Vasen gibt (so schön, dass ich nochmal hingehen muss), hat in der hinteren Ecke ein paar wenige Stoffballen mit original japanischen Stoffen im Angebot. Und die fand ich so schön, dass ich- schon das Kleidchen im Sinn- von 2 Stoffen je einen halben Meter mitgenommen habe.





Beide Kleidchen passen und meiner Tochter haben sie sehr gut gefallen.
Ein wunderschöner Tag- zufriedene große und kleine Kinder, das Wohnzimmer voller Gäste aus nah und fern- lustiglauter Trubel, Frühling, eine schmutzige Küche voller Geschirr, herrlich...
*
*
*

Donnerstag, 26. März 2015

papillion-mariposa-farfalla-borboleta-motyl oder Schmetterling?




*
*
*



...ich komme voran. Mit meiner valentino-inspirierten Schmetterlingsjacke.
Der Korpus ist fast fertig. Die hinteren Schlitze am Saum werden noch als Briefecken genäht und wenn der Saum dann insgesamt fertig ist, geht es an die Ärmel.


 

Die Schmetterlinge habe ich nach dem Zufallsprinzip verteilt und die Verteilung nicht groß geplant. Natürlich habe ich darauf geachtet, dass keine Farbe an einer Stelle dominiert, aber es soll so wirken, als hätten sie sich auf meiner Jacke zur Rast niedergelassen, ganz zufällig verteilt...

Dann habe ich sie mit Klebstoff leicht fixiert und dann nach und nach mit der Maschine aufgenäht, nur ein einzelner ist auf den Stoff des zugeschnittenen Ärmels aufgestickt- und da habe ich ganz schön geschwitzt, dass nichts schief geht.

Mal sehen, ob ich am Wochenende bis zum Beginn des Futters komme...

Samstag, 14. März 2015

Lammfell im März








*
*
*

...mal wieder ein Bild, das zeigt, wie gerne ich meine selbstgenähte Mode trage.
Heute beim Bummeln in Frankfurt- meine Lammfelljacke, die ich ursprünglich für meinen Mann genäht und vor kurzem für mich abgeändert habe.
Sie hat mich heute wunderbar gewärmt...


Obwohl ich mich schon seit über einem Jahr vegan ernähre, trage ich trotzdem Schuhe aus Leder.
In meinem Nähzimmer liegt Leder für einen Rock und eine Tasche.

Das Lammfell habe ich zumindest schon mal up- oder recycled.


Ist meine Eitelkeit mit dem Leid der Tiere vereinbar? Ich mache mir Gedanken und könnte mit meiner tier-losen Ernährung ein paar Minuspunkte wettmachen. Aber so einfach ist es nicht.
Stella McCartney macht es vor. Es geht auch ohne. Ohne Leid.

*
*
*


Donnerstag, 19. Februar 2015

Valentinos Schmetterlinge




*
*
*
...als ich zum ersten Mal einen Teil der Schmetterlings-Kollektion von Valentino gesehen habe, und das schon weit nach der Veröffentlichung, hier bei Horstson, war das nächste Nähprojekt beschlossene Sache.
Zuerst wollte ich den taillierten Blouson nachnähen und als ich mich auf die Suche nach weiteren Modellen gemacht habe, gefiel mir die hüftlange Military-Jacke doch besser.



Nicht weil ich auf Military oder Safaristil stehe- ganz im Gegenteil, mir geht dieses kollektive Kampfgekleide eher auf den Geist. Aber etwas, das den ursprünglich angedachten Sinn in Frage stellt, das gefällt mir!
Schmetterlinge auf einer Uniformjacke, das braucht die Welt!


Original von Valentino- gesehen bei mytheresa


Als Schnittmuster habe ich eine Jacke in Kurzgröße in der Burda ausgesucht. Das Probemodell, noch ohne Ärmel, passt schon recht gut. Eine full bust alteration muss ich noch vornehmen und wenn die Ärmel eingenäht sind, muss ich die Rückenansicht genauer unter die Lupe nehmen.






Und die Hälfte der Schmetterlinge sind schon gestickt. Insgesamt müssen es ca. 24 Stück werden.
Für einen Schmetterling braucht meine Stickmaschine ca. eine Stunde. In dieser Zeit konnte ich bisher prima das Schnittmuster kopieren und mit dem Probemodell beginnen.
Später werde ich alle Schmetterlinge auf die entsprechenden Schnittteile mit der Hand aufnähen, bis auf einige wenige, die nach Zusammennähen der Teile über einigen Nähten plaziert werden.




Die Stickmuster sind wieder einmal von emblibrary. Und ich bin begeistert von der Qualität der Digitalisierung. So perfekt, was die Stickmuster und die Farbfolgen angeht, könnte ich das mit eigenem Programm nie herstellen.




*
*
*


Donnerstag, 13. November 2014

Horoskope...

*
*
*


...sind so eine Sache.

ELLE Dezember 2014


12 Sternzeichen als Aufteilungskriterium.
Meine Charaktereigenschaften sollen von meinem Geburtszeitpunkt bestimmt sein und ich teile demnach mit etwa 8% aller Menschenkinder die gleichen Vorlieben, weil der Planet an unserem Geburtstag beim Umrunden der Sonne an einem bestimmten Punkt stand.
Klingt sehr unwahrscheinlich.


 ELLE Dezember 2014



Und dann lese ich doch ab und zu, was so über mein Sternzeichen geschrieben wird- und bin manchmal überrascht, wenn es zutrifft.
In der neuesten Elle habe ich dann neugierig mein Style-Horoskop studiert, das mir sagen soll,
  • wie die Mode im neuen Jahr mein Leben verändern wird
  • welche Trendteile meine Persönlichkeit zum Strahlen bringen werden
  • und welche Topdesigner meinen Auftritt noch unwiderstehlicher machen sollen...
Ein Schuft, wer hier Kaufempfehlungen vermutet ;-) oder wer glaubt, dass Bedürfnisse geweckt werden sollen...
Und doch war ich angetan von "meinen" Lieblingsdesignern:

Chanel, Dolce&Gabbana und Sportmax!

Dolce&Gabbana gefällt mir wirklich sehr gut, verspielt und trotzdem sehr weiblich, sehr schön geschnittene Kleider, wunderschöne Kleider! Und klar, mein Eulencape nach einer Idee von D&G!

Und Chanel! (laut Horoskop besitze ich mehrere Bouclejacken in dezenten Farben- witzigwitzig)
Aber auch da schlägt mein Hobbyschneiderinnenherz hoch, geplant für 2015 ist wirklich eine sehr ans Vorbild angelehnte Jacke nach dem Schnitt und der Anleitung von Claire B. Shaeffer. Ich habe Stoffe in mehreren dezenten Farben, jawoll.

Ich bin Star, und so sehe ich auch aus! Mein Waage-Motto. Was sonst...


*
*
*

Sonntag, 9. November 2014

vorher vs. nachher- meine "man to woman" Lederjacke Burda 10/2011 #101

 
*
*
*

Ein Blog, in dem man Näh-Pläne veröffentlicht, ist prima für den workflow! Praktisch ein virtuelles Gewissen, das einen daran erinnert, einmal gemachte Versprechen (link) einzuhalten.


                                                                                
                                                                            
vorher
nachher






















Deshalb habe ich, bevor ich auf andere Ideen komme (Stoffe dafür lagen schon bereit), den Nahttrenner zur Hand genommen und die Jacke erst mal in Einzelteile zerlegt.


Dann habe ich den ursprünglichen Schnitt in einer kleineren Männergröße- die meiner Frauengröße entspricht- abgepaust und ein Probemodell aus Stoff genäht. Da ich schnitttechnisch keine große Alternative zum Raglanschnitt der Jacke hatte, war ich mit der Passform zufrieden- eine gemütlich lässige und bequeme Weite...

Dann habe ich alle 22 Teile neu zugeschnitten.










Was ich insgesamt geändert habe:
  • Jacke noch enger zugeschnitten als in der kleineren Größe schon vorgegeben
  • Mittelteil der Jacke und entsprechend auch bei den Ärmeln gekürzt
  • andere Technik zum Zusammennähen der Einzelteile gewählt, nämlich so, wie in der Burda-Anleitung ursprünglich angedacht- eine Seite ohne Nahtzugabe wird auf eine Seite mit Nahtzugabe gelegt und die Überlappung mit Zickzack und dann Geradstich festgenäht. Beim ursprünglichen Modell hatte ich beide Seiten mit Nahtzugabe und dann die obere Nahtzugabe umgelegt und nochmals festgesteppt. Mit der jetzigen Methode ist die Jacke viel weicher im Fall...
  • Schultern weiblicher abgerundet
  • vorderen Beleg auf eine Überlappung von 4 cm reduziert und damit auch die hässlichen Knoplöcher abgeschnitten- und natürlich auch die weibliche Form der Schließung- rechts über links-berücksichtigt
  • Kanten nur mit Zickzack versäubert
  • Knöpfe habe ich an die ursprünglichen Stellen wieder aufgenäht, da die Stellen sehr sichtbar waren
  • Schließen: da werde ich nach Magnetschließen suchen- meine Lösung mit kleinen Haken und Ösen aus Garn ist nicht so prickelnd...


Das ist jetzt eine Jacke, die ich definitiv tragen werde, deren Dasein im Keller beendet ist.
Aber da das Leder schon sehr rustikal und vintage ist, ist es für Waldspaziergänge im Winter sicher besser geeignet als für z.B. Einkäufe in der Frankfurter City.




*
*
*



Sonntag, 2. November 2014

ready to wear fast- mission not accomplished

*
*
*



Anfang des Jahres war ich so optimistisch, was meine Nähpläne anging, dass ich beschloss, im Jahr 2014 eine Fastenkur zu machen, also keine "ready-to-wear"-Mode zu kaufen, sondern Mode ausschließlich selbstgenäht und gefertigt im silk-and-joy-Atelier!

ready-to-wear-fast, RTWF, sorry, mission not accomplished

Angedacht war das Ganze von Sarah (goodbyevalentino)- eine tolle Idee, die ich immer noch prima und nachahmenswert finde, die ich aus Zeitmangel und aufgrund sehr verlockendender Objekte der Begierde leider nicht konsequent genug verfolgt habe...

Wenn ich ehrlich bin, war das eine challenge mit hoher Rückfallquote. Traurig bin ich trotzdem nicht, weil ich dieses Jahr auch wieder vieles genäht habe, was mir immer noch sehr gut gefällt- und bei Käufen nachdenklicher war, ob ich das wirklich, wirklich brauche...




Dieses Talbot-Runhof-Burda-Kleid, das ich heute während eines leckeren veganen Familienbrunches in Frankfurt getragen habe, gehört zu meinen Lieblingen des Jahres 2014. Und dank angenehmer Temperaturen konnte ich es auch ganz kurz ohne Jacke tragen.




Donnerstag, 30. Oktober 2014

Cape Burda 10/2011 #101 A mit einem Fitzelchen Dolce & Gabbana


*
*
*


  

*

Bei der Lektüre von Modejournalen bin ich auch immer ein bisschen auf der Suche nach Modellen, die ich nachnähen kann, oder zumindest versuche nachzunähen- Stoffträume, die manchen meiner Nähprojekte als Inspirationsquelle und Vorbild dienen.
Hier ein Kleid aus einem abgelegten Hemd meines Mannes nach einem tollen Vorbild von Altuzarra und hier der Versuch, einen Mantel von Chloe nachzuschneidern.


*


*

Beim Nähen meines Wollcapes aus puderfarbener Kaschmirwolle war nichts derartiges geplant. Aber fast am Ende kam mir die Idee, eine Eulenapplikation nach jüngsten Entwürfen von Dolce&Gabbana anzubringen.

Hier der Pulli,

Quelle: www.mytheresa.com


der mir als Inspiration und dann als Vorlage beim Erstellen der Stickdatei gedient hat. Und beim Suchen im Netz bin ich dann auf eine noch viel schönere Kreation (Model in der Mitte mit gleicher Eule) gestoßen- Eulen und ander Tier-Applikationen sind bei D&G im Herbst 2014 en vogue!


Quelle:

www.ealuxe.com/dolce-gabbana-fall-2014-collection

*
*

2m Stoff haben gerade für das Cape gereicht- anders als in der Vorlage beschrieben habe ich das Cape außerdem noch gefüttert.






Hier im nächsten Bild sieht man das festgesteckte Futter- ich habe es per Hand eingenäht, so fällt es viel schöner!





Der Reißverschluss noch ohne Blende,



dann aufgesteckt, anschließend festgenäht und zum Schluß umgeschlagen abgesteppt.





Das Erstellen der Applikation mit der Embird-Software hat mich wirklich gefordert. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal ein Motiv digitalisiert habe. Ich musste mich mühsam wieder ins Programm einfinden und auch das Sticken war zu Beginn nervig.
Schliesslich hat es einigermaßen geklappt! Hier sieht man links das geglückte Exemplar und rechts den ersten Versuch. Wie im Original habe ich Spitzenreste in weiß aufgenäht.

  






Den richtigen Platz der Eule auf dem Cape festzulegen, war gar nicht so einfach. Je weiter unten ich sie ansteckte, umso kindlicher wirkte das Ganze. Und das war das letzte, was ich wollte. Und dann war ich unsicher, ob ich noch weitere Äste anbringen sollte, die Applikation also nach unten noch verlängern. Aber da bin ich noch unschlüssig, denn das Ganze könnte auch überladen wirken.
Der Schnabel aus Swarowski-Kristall hat das Ganze dann wirklich aufgewertet und ich habe mich getraut, die Eule aufzunähen.

Und sonst: den Saum habe ich von Hand angenäht und leider trotz mehrmaliger Versuche sieht man die gewellte Mehrweite etwas durch. Schrumpfen des Saums durch Bügeln war mir zu gewagt...
Wie man Saum bei Kurven unsichtbar macht, das muss ich noch lernen...








So, und jetzt noch ein paar herbstliche Bilder:








*
*
*
*